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Hallo, liebe Community

Am Anfang, als ich überlegte ob ich ein neues Fan-Fiction Forum eröffnen sollte, stand bei mir der Gedanke, dass es bereits eine Menge Fan-Fiction Archive gibt. Diese sind oft sehr groß und unübersichtlich, sprich unpersönlich. In den diversen FF-Foren hingegen legen sich die Betreiber oft auf bestimmtes Genre, wie Sci-Fi oder Mystery fest, oder gar auf ein bestimmtes Franchise innerhalb eines Genres - oft STAR TREK, SUPERMAN, BABYLON 5 oder diverse Andere.

Bei FAN-FICTION TOTAL soll es solche Einschränkungen nicht geben. Dort ist der Name Programm. Bei FFT geht so gut wie Alles, egal ob ihr nun STAR TREK, HARRY POTTER, SUPERMAN oder Grisu den kleinen Drachen bevorzugt. Das gilt auch für die Genres - egal ob ihr SCIFI, FANTASY, WESTERN, KRIMIS, HORROR, oder was immer mir bisher noch gar nicht in den Sinn kam und so abgedreht ist, dass man dafür sieben-dimensional denken muss um es zu verstehen, schreibt - hier ist der Platz für euch, die Geschichte vorzustellen.

Liebe Grüße
ulimann644





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 Betreff des Beitrags: Christoph Hardebusch: Die Sturmwelten
BeitragVerfasst: 27. Okt 2013 21:45 
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Allgemeines

Die "Sturmwelten-Trilogie" wurde geschrieben von: Christoph Hardebusch (* 24. September 1974 in Lüdenscheid, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Fantasy-Autor.

Er studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre in Marburg, bevor er zu Anglistik, Germanistik und Geschichte wechselte. Nach dem Studium arbeitete er als freier Texter in der Werbung. Seit dem Erfolg der "Trolle" und der "Sturmwelten" -Reihe arbeitet Hardebusch als hauptberuflicher Schriftsteller. Alle seine Werke im Heyne-Verlag wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er lebt und arbeitet in Heidelberg.

Bücher
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BUCH 1: Die Sturmwelt


Die Sturmwelt, eine ferne Inselgruppe östlich des Kontinents von Géronay, lädt viele Menschen, ganz gleich ob vom spanisch angehauchten Hiscadi über das französisch-absolutistisch wirkende Géronay bis hin zu den militärischen Seefahrern der Thain, die an die alte britische Seemacht erinnern, zum Spekulieren und Fabulieren ein. Und sind sie auch der wichtigste Handlungsort in Christoph Hardebuschs "Sturmwelten". Freiheitssuchende, Abenteurer, Militärgouverneure und Kolonialhändler; all dies wird von der fernen Inseln angezogen, die auch ihre dunklen Seiten wie Sklaverei und Piratentum haben.

Hauptfiguren gibt es mehrere; den hiscadischen Gesetzesflüchtling Jaquento mit mehr Stolz als Vernunft, die thainische Marineoffizierin Roxane, welche sich einem paranoiden Kapitän gegenübersieht, den Sklaven Majagua, welcher sich nie mit seiner Situation abfinden würde und stolz erhoben den Kampf wagen will, die junge Sinao, eine Sklavenarbeiterin derselben Insel, die in Punkto Mathematik und Zahlen eine natürliche Begabung besitzt und letztlich den hiscadischen Dichter Franigo, der als einziger nicht mit der Sturmwelt in Kontakt steht, sondern am Hofe Géronays sein Glück als Hofdichter versucht.

Innerhalb der Handlung wird die Geschichte der in der Sturmwelt handelnden Charaktere sehr eng verwoben, und ist ähnlich Martins Eis und Feuer-Zyklus aufgebaut; statt thematische Kapitelnamen zu verteilen, sind es schlicht Personennamen. Tatsächlich ist das Buch meiner Meinung nach gut geschrieben, die Handlung sehr dicht gepackt, sodass entsprechendes Tempo in die Geschichte hineinkommt. Die Welt an sich wirkt plastisch und man kann sich mit ihr identifizieren, nicht nur deshalb, weil sie stark an die frühe Kolonialzeit erinnert, auch, weil die Magie und Derartiges fließend erklärt werden. Gut gefallen mir auch die Charaktere, welche lebendig agieren, zweifeln, kämpfen und letztlich einfach atmen. Der Schreibstil gefällt mir im Großen und Ganzen.

Doch das Negative folgt nun; es dauert eine Weile, sich in das Buch hineinzulesen. Besonders der übermystische Prolog ist meiner Meinung nach eher abschreckend als neugierfördernd, aber zum Glück beschränkt sich diese Schreibweise nur auf Pro- und Epilog. Auch wird einem am Anfang nicht unbedingt klar, warum zur Hölle auf einmal die Charaktere neben Jaquento und Roxane eingeführt werden, weil sie thematisch weit von den beiden entfernt sind (mit ihnen beginnt die Geschichte). Aber diese Verwirrung legt sich mit der Zeit, daher verzeihlich. Selbst Frenigo, der eigentlich nie mit der Sturmwelt in Kontakt kommt, hat einen festen Platz im Roman, was aber eigentlich erst in Buch 2 ersichtlich wird. Zu spät für meinen Geschmack - und ein Beweis dafür, dass mehr als drei Handlungsebenen zur selben Zeit nicht wirklich funktionieren.

Und noch etwas fiel mir negativ auf; die nautischen Begriffe werden nur im Anhang erklärt, ansonsten muss man eben mit ihnen klarkommen oder es lassen. Landratten haben hier einen klaren Nachteil beim Lesen.


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BUCH 2: Unter schwarzen Segeln

Wieder spielen die Handlungen des Sturmwelt-Bandes an verschiedenen Schauplätzen, spinnen ganz unterschiedliche Handlungsstränge, die sich wohl zum Ende auf ein viel verwendetes "furioses Finale" vereinen. Die Ansichten des Franigo, des Jaquento, der Roxane und der Sinao kennt man noch aus dem ersten Band, neu hinzu kommen die Maestra Tareisa und der Admiral Thyrane, der eine wirklich neue Hauptfigur und auch frischen Wind in die Geschichte bringt. Generell gefällt mir noch immer diese Multiperspektivität, mit der sich ein großer Kontext der Geschichte, die man dort zwischen den Händen hält, erahnen lässt. Die Figuren des ersten Bands, die übernommen wurden, gewinnen meiner Meinung nach durch die Konflikte um die Schwarzbrunn-Fregatte und die Vorgänge auf dem Festland noch mehr an Tiefe, als sie ohnehin schon hatten. Die Charaktere sind für mich ein ganz großes Plus des Buches, von Deguay über Sinao bis Thyrane. Sie alle besitzen die Gabe, zu faszinieren und die Geschichte versteht es weiter, mitzureißen.

Die Sprache variiert. Man merkt sehr, dass zum Beispiel Franigo einen gehobenen Stil spendiert bekommen hat, beim Rest merkt man nicht viel von unterschiedlichen Schreibweisen. Generell liest es sich aber flüssig, auch wenn einige Formulierungen mich manchmal stocken ließen. Der Hintergrund gefällt mir, vom spanischen Hiscadi übers französische Géronay und die britischen Thaynrics, die sich entwickelnden Unruhen und Wirrungen Corbanes, die alles noch einmal durcheinander wirbeln und wunderbar im ersten Band angedeutet wurden. Wer also etwas fern klassicher Fantasy-Klischees sucht; you are welcome. Im Grunde kann ich mich nicht beschweren, denn ich habe verdammt gutes Geld für ein verdammt gutes Buch ausgegeben.

Allerdings finde ich den Band etwas schwächer als den ersten. Meiner Meinung nach spitzt sich die Handlung nicht so hübsch zu, wie im ersten Band und auch einige faszinierende Themen gingen verloren, die Hardebusch nicht so einfach wieder aus dem Hut hervorzaubern kann. Liegt aber auch daran, dass der erste Band eine sehr hohe Messlatte setzte.


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BUCH 3: Jenseits der Drachenküste

...liegt das Reich des Drachenkaisers.

Das Schwarze Schiff und seine geheimnisvolle Ladung sind nach Osten unterwegs. Roxane und Jaquento haben die Schlacht mit den Drachen vor der Küste Hiscadis überlebt und nehmen die Verfolgung auf. Nach Wochen auf See gelangen sie in Gestade jenseits der Drachenküste, in ein Reich, zu dem das Inselreich Thaynric keinen Kontakt pflegt und in dem der sagenumwobene Drachenkaiser herrscht. Doch auch ihre Feinde sind dorthin unterwegs, scheinbar mit Unterstützung der Compagnie. Admiral Thyrane leitet im Namen der Königin Thaynrics eine Untersuchung, die das herausfinden soll. Doch können seine in der Sturmwelt gesammelten Beweise Admiralität und Krone überzeugen?

In „Jenseits der Drachenküste“, dem Abschlussband seiner Sturmwelten-Trilogie, führt Christoph Hardebusch die Handlungsstränge schrittweise zusammen. Im Land des Drachenkaisers – einer Fantasy-Version des alten Chinas – kommt es zur finalen Schlacht um die Fracht des Schwarzen Schiffes (der Todsünde), in die nicht nur der Pirat Jaquento und seine Geliebte Roxane verwickelt werden, sondern auch der Dichter Franigo. Franigo darf jedoch erst eingreifen, nachdem er erlebt hat, wie die Revolutionen in Geronay und Hiscadi den Weg der Französischen Revolution gehen – der Terror führt zu Machtkämpfen, aus denen ein fähiger General als Sieger hervorgeht.

Bis zuletzt bleibt Hardebusch also den historischen Vorbildern treu. Nur im Land jenseits der Drachenküste gelingt ihm das nicht so gut. Es mag daran liegen, dass er die Hauptgeschichte um die Fracht vorantreiben will, doch die Beschreibungen von Land und Leuten sind längst nicht so lebendig und ausführlich wie die der Sturmwelt im ersten Band der Trilogie. Auch das Spielerische, Abenteuerliche, das mit der Piraten-Thematik einherging, fehlt in „Jenseits der Drachenküste“. Geblieben ist hingegen das Motiv des Freiheitskampfes, das die Sturmwelten-Romane durchzieht.

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